Häufig gestellte Fragen (FAQ) 2018-06-05T00:29:35+00:00
In der Regel tritt eine Hörminderung schleichend und fast unbemerkt auf. Meisten bemerken Ihre Freunde oder Ihre Familie die Hörminderung eher als Sie selbst. Im Zweifel machen Sie einen Hörtest. Bei uns ist dieser kostenlos.
Sie gehen immer erst zum Hals-Nasen-Ohrenarzt. Wird ein Hörverlust festgestellt, bekommen Sie eine „Ohrenärztliche Verordnung einer Hörhilfe“. Mit dieser Verordnung kommen Sie dann zu uns.
Krankenkassen zahlen den sogenannten Vertragspreis. Das bedeutet, dass Sie für Ihr digitales Hörgerät lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10€ je Gerät zahlen müssen. Wählen Sie ein höherwertiges Hörgerät müssen Sie den Differenzbetrag selbst übernehmen.
Auf jeden Fall! Verschaffen Sie sich einen Überblick, in dem Sie in mindestens drei Hörsysteme verschiedener Technikstufen „reinhören“. Wir empfehlen Ihnen eine Testphase von min. 7 Tagen.
Es gibt Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO-Hörgeräte) und Im-Ohr-Hörgeräte (IdO-Hörgeräte).
Die HdO-Hörgeräte sitzen hinter der Ohrmuschel. Sie wiegen meist nur wenige Gramm und können auf unterschiedliche Weise durch einen Schallschlauch oder einen externen Hörer (Lautsprecher sitzt im Gehörgang) mit dem Gehörgang verbunden werden.

Ein IdO-Hörgerät ist maßgefertigt und findet im Ohr Platz. Dabei gibt es drei Varianten: Das Hörgerät füllt die komplette Ohrmuschel aus, das Hörgerät liegt im Gehörgang und ist nur zu einem kleinen Teil sichtbar oder das Hörgerät liegt vollständig im Gehörgang und ist gar nicht sichtbar.

Mit Hörgeräten wird eine Hörminderung ausgeglichen. Dabei wird genau der Bereich gestärkt, in denen Ihr Gehör Unterstützung benötigt. Alle Hörgeräte haben dazu Mikrofone, Verstärker und Lautsprecher. Die technische Ausstattung dieser Komponenten und das vom Hörakustiker programmierte Zusammenspiel bestimmen die Qualität des neuen guten Hörens.
Durch ihre Hörminderung „verlernen“ Sie das Hören, da sich die zuständigen Nervenbahnen im Gehirn zurückbilden. Das Hörgerät hilft Ihnen nicht nur „besser zu hören“, sondern verringert auch die weitere Verschlechterung des Hörvermögens.
Wir empfehlen, das Hörgerät ständig zu tragen, außer beim Schlafen, Duschen, Schwimmen o.ä. Das unterstützt Ihre für das Hören zuständigen Nervenbahnen und verringert den Hörverlust. Zudem haben Ihre Ohren die Chance, sich an das neue Hören zu gewöhnen. Temporäres Tragen ist nicht zu empfehlen.
Es gibt Betroffene, die von einer Minderung des Tinnitus durch ihr Hörgerät berichten. Je besser man hört, desto weniger wird von dem Tinnitus wahrgenommen. Nutzen Sie Hörgeräte, dann hat Ihr Gehirn andere Informationen zu verarbeiten.
Im Durchschnitt gehen wir von einer Lebensdauer von ca. sechs Jahren aus. Wenn Sie Ihr Hörgerät gut pflegen, kann es aber auch länger halten. In der Regel bezahlt Ihre Krankenkasse Ihnen nach sechs Jahren ein neues Gerät. Nutzen Sie dieses Angebot. So stellen Sie sicher, dass Sie ein Hörgerät auf dem neuesten technischen Stand haben.
Das kommt auf den Batterie-Typ an. Die gängigsten Batterien halten bei einer Tragezeit von 8 Stunden am Tag, 7 Tage. Wir erklären Ihnen gerne, wie Sie die Batterien austauschen.
Wir empfehlen eine regelmäßige Kontrolle. Lassen Sie Ihr Hörgerät ca. alle drei Monate checken. Somit stellen Sie sicher, dass Verschleißteile gegebenenfalls ausgetauscht werden können und Sie weiterhin „gut hören“.
Eine Grundreinigung nehmen wir gerne für Sie vor Ort in unserem Fachgeschäft vor. Sollten Sie Ihr Gerät selbst reinigen, haben wir hier Tipps für Sie: Nehmen Sie für die Reinigung Ihres Hörgerätes immer einen weichen Lappen. Damit wischen Sie das Ohrenschmalz ab. Achten Sie dabei besonders auf die Reinigung des Ohrpassstücks. Bitte nie über die Mikrofonschlitze wischen.

Für alle Hörgeräte gibt es auch zusätzlich spezielle Reinigungssets, die wir immer empfehlen. Gerne beraten wir Sie bei der Anschaffung  eines solchen Sets.

Bewegung ist für den Einsatz von Hörgeräten kein Problem. Achten Sie darauf, dass Ihr Hörgerät durch das Schwitzen beim Sport nicht beeinträchtigt oder gar beschädigt wird. Wir empfehlen eine Trockenbox (Drybox), die sie bei uns käuflich erwerben können. Manuell können Sie das Hörgerät nach dem Sport mit einem Mikrofasertuch trocknen.
Für normale Hörgeräte ist Wasser ein Problem. Deshalb ist der Einsatz beim Schwimmen, Duschen oder in der Sauna nicht möglich. Feuchtigkeit kann die Geräte beschädigen. Schützen Sie Ihr Hörgerät auch vor starkem Regen. Wir beraten Sie gerne.
Ja, es gibt Hörgeräte, die tief im Gehörgang sitzen und somit von außen fast unsichtbar sind. Diese Hörgeräte können jedoch nicht in jedem Fall eingesetzt werden. Aber auch „normale“ Hörgeräte sind inzwischen so klein, dass sie fast unsichtbar sind. Weitere Informationen finden auf unserer Homepage www.aktivor.de oder informieren Sie sich direkt bei uns in einer unserer Filialen.
Prüfen Sie, ob die Batterie korrekt eingesetzt ist und korrigieren Sie ggf. den Sitz. Tritt keine Verbesserung ein, wechseln Sie die Batterie aus. Prüfen Sie außerdem den Schallschlauch und das Ohrpassstück auf Ohrenschmalzrückstände und reinigen Sie diese wenn nötig. Wenn das Problem weiterhin besteht, wenden Sie sich an uns als Ihren Hörakustiker.
Wenn Sie ihr Hörgerät verloren haben, müssen Sie eine eidesstattliche Erklärung für Ihre Krankenkasse abgeben. Wir können dann bei Ihrer Krankenkasse eine neue Hörgeräteversorgung beantragen. Zusätzlich benötigen Sie eine neue Hörgeräteverordnung von Ihrem Hals-Nasen-Ohrenarzt.